1. Bestandssynchronisierung läuft hinterher
Shopify verfügt über eine saubere API. Eine WMS-Anbindung scheint daher eine Frage des Öffnens einiger Konnektoren zu sein. In der Praxis scheitern Anbindungen häufig an denselben vier Punkten – und ein guter Partner geht diese an, bevor sie zum Problem werden.
Der Grundansatz ist, dass das WMS den Bestand an Shopify übermittelt. Bei niedrigen Volumina funktioniert das. Bei hohen Volumina (etwa mehr als 200 Bestellungen pro Tag) entstehen Verzögerungen. Ein Kunde kauft ein Produkt, das gerade verkauft wurde – und Sie stehen vor einem leeren Regal.
Was die meisten Anbieter nicht erwähnen: Sie benötigen eine Pufferstrategie. Bestand erst freigeben, wenn eine Bestellung gepickt wurde, oder einen Sicherheitsbestand von einigen Prozent einbehalten. Welcher Ansatz sich bewährt, hängt von Ihrer Konversionsgeschwindigkeit und Ihrer Retourenquote ab.
2. Varianten und Bundles werden vergessen
Shopify denkt in Produkten, das WMS denkt in SKUs. Eine Variante mit mehreren Größen oder Farben bedeutet mehrere SKUs. Ein Bundle (zum Beispiel ein Weihnachtspaket) ist in Shopify ein einzelnes Produkt, im WMS jedoch drei bis fünf Artikel, die gemeinsam gepickt werden.
Lassen Sie die Migration niemals ohne Testbestellungen durch Varianten und Bundles laufen. Wir haben Kunden erlebt, die erst nach einer Woche feststellten, dass ihre Bundles als Einzelartikel versendet wurden.
3. Retouren werden vernachlässigt
Shopify verfügt über eine Returns-API, doch die meisten Anleitungen übergehen diesen Punkt. Das Ergebnis: Bestand, der physisch zurückkommt, bleibt administrativ auf null stehen. Oder schlimmer: auf minus eins.
Eine sorgfältige Anbindung macht Retouren in beiden Systemen sichtbar – mit automatischer Bestandskorrektur, sobald das Paket im Lager eingetroffen ist und der QC-Schritt abgeschlossen wurde.
4. Versandlabels sind nicht der kritische Punkt
Die meisten gehen davon aus, dass der Versandlabel-Schritt der schwierige Teil ist. Das ist er nicht. Was stattdessen häufig schiefläuft: Das Label wird erstellt, aber die Track-and-Trace-Information gelangt nicht automatisch zurück zu Shopify. Der Kunde erhält keine Versandmail – oder eine Mail ohne funktionierenden Link.
Unser Vorgehen
Bei jeder Shopify-Anbindung gehen wir die vier oben genannten Punkte im Vorfeld durch. Wir erstellen einen Testbestellungssatz mit vier Szenarien: ein gewöhnliches Produkt, eine Variante, ein Bundle und eine Retoure. Erst wenn alle vier in beiden Systemen korrekt abgebildet sind, geht die Anbindung live.
Richten Sie gerade Ihre eigene Anbindung ein oder erwägen Sie einen Wechsel? Rufen Sie uns gerne an – wir schauen unverbindlich mit Ihnen gemeinsam drauf.